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1819 - 1821 erbaut
2001 - 2003 restauriert
Die Barther Buchholz-Orgel
in St. Marien, Barth


Mit ihren 2939 Pfeifen, auf 50 klingende Stimmen verteilt, gehört sie zu den großen deutschen Orgeln. Die 42 Register aus der Bauphase um 1820 von Orgelbauer Johann Simon Buchholz und Sohn Carl August Buchholz wurden um 1890 durch 8 Register durch Grüneberg, Stettin ergänzt, was mit großem Respekt gegenüber den Erbauern als "Schwellwerk" erfolgte. Ihre Bedeutung als besonders wertvolles Instrument in der nordeutschen Orgellandschaft ist ihr unverfälschter, erlesener frühromantischer Klang. Das Instrument konnte von Zerstörung und Umbauten im Sinne irgend eines Zeitgeschmacks nahezu verschont bleiben. So kann von mehr als 90 % originaler Substanz gesprochen werden.

Im Zusammenhang einer umfangreichen Kirchenrenovierung 1820 von der Gemeinde bei der damals bedeutendsten Preußischen Orgelbau-Firma Buchholz in Auftrag gegeben, ersetzte es ein bereits Ende des 18. Jhs. unspielbar gewordenes Instrument. Seit der Erweiterung Ende des 19. Jhs. durch die Firma Grüneberg ist die Buchholzorgel mit 3 Manualen und Pedal im Gebrauch zahlreicher Organisten.

Buchholzorgel Ansicht.

Unter großem Aufwand wurden vor der eigentlichen Sanierung durch die Firma "bhd-Bautenschutz Dresden", alle Holzteile von alten giftigen Schädlingsbekämpfungsmittel-Resten befreit- ein Pilotprojekt, gefördert durch die "Deutsche Bundesstiftung Umwelt" in Osnabrück. Die gesamte Restaurierung hatte einen Kostenumfang von fast 500.00 EUR. Finanzielle Mittel kamen von der "ZEIT-Stiftung", vom Land Mecklenburg-Vorpommern, verschiedenen kirchlichen Institutionen und von sehr vielen privaten Spenden. Die Bälge und die gesamte Windanlage, das Pfeifenwerk, die Traktur, der Spieltisch und der Prospekt wurden durch die Orgelbaufirma Kristian Wegscheider, Dresden, sorgfältig restauriert und saniert. Auch das ungewöhnliche Register "Contraposaune 32'', das bei der letzten Generalüberholung 1964 nicht wieder eingebaut worden war, konnte neu herstellt werden und leistet im Pedal wieder seinen "bassigen" Beitrag. Die Prospektpfeifen, die im ersten Weltkrieg abgegeben werden mußten und später durch billige Zinkpfeifen ersetzt worden waren, erstrahlen optisch und klanglich wieder in hochwertigem Zinnpfeifen-Klang. Als Schirmherrin des Unternehmens hat der Förderverein "Barther Kirchenmusik e.V" die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin gewinnen können. Mit einer Festwoche im Sommer 2003 wurde die "Königin der Instrumente" in Barth wieder in voller Schönheit in den Dienst gestellt.


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Kontakt:
Kirchenmusikdirektor
Emil Handke
Papenstraße 6
18356 Barth
Tel 038231-2183
E-Mail: info@buchholzorgel.de


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